Du bist der / die “Verlassene”

Eine ganze Zeit lang hast Du Dich zusammen stärker gefühlt als alleine. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Hattest vielleicht klare Vorstellungen und Träume von der Zukunft – zusammen. Nun raubt Dir einer diese Zukunft. Und diese Sicherheit im “wir”. Vielleicht hast Du es schon wochen- oder monatelang gespürt und wolltest es nicht wahrhaben. Vielleicht warst Du zu stark und stolz, um Eifersucht zu zeigen. Wolltest nicht mit bohrenden Fragen eine Kluft zementieren oder gar den Keil weiter hineintreiben. Jetzt sagt er oder sie, dass er oder sie Dich nicht mehr liebt und andere Wege gehen will. Die Welt bricht zusammen. Nein, nicht die Welt, DU.

Aber bevor das passiert, frag dich drei Dinge, und versuch ehrlich mit dir selbst zu sein:

1. Wenn Du Deine(n) Partner(in) wirklich noch liebst – müsstest Du dann nicht wollen, dass es ihm / ihr gut geht? Auch wenn’s ohne Dich oder vielleicht gar mit einem anderen Partner ist?

2. Kann es sein, dass das “Schlussmachen” nur ein Hilfeschrei war? Warst Du vielleicht in letzter Zeit ohne Absicht abweisend / gleichgültig / verletzend / nie da? (aber verknüpf nicht zu viel Hoffnung damit)

3. Wieviel Prozent Deiner Wut rührt daher, dass jemand mit Dir Schluss gemacht hat und nicht umgekehrt? Hast Du die Phantasie, den anderen wieder zurückzugewinnen, nur um ihn/sie dann selbst gegen die Wand zu klatschen?

Vergiss es.

Absolut tabu:

  • den oder die Nachfolger(in) zur Rede stellen. Nur peinlich. Sobald Du wieder klar denken kannst auch Dir.
  • üble Nachrede / Rufmord. Das fällt nur auf Deine Menschenkenntnis zurück, schließlich wart ihr ja mal zusammen…
  • Gewalt: Nicht gegen Sachen und erst Recht nicht gegen Menschen.
  • Drohen oder Erpressen. “ich fall’ durch die Prüfung”, “verlier’ meinen Job”, oder gar “tu mir was an”
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