“short message” no go’s
Einladungen per SMS sind insbesondere in der Anfangsphase nicht zu empfehlen.
Sie sind zuallererst unromantisch – aber genauso wichtig: man kann weder bei der Frage noch bei der Antwort die Zwischentöne heraushören, die Mimik sehen, spüren, was nicht gesagt wird und was wie ernst gemeint ist.
Er: “Lass uns mal Essen gehen!” (Könnte auch ziemlich beiläufig gemeint sein.)
Sie: “Muss abnehmen – bin zu dick” (Sagt nicht ja oder nein, will erstmal prüfen, ob er sie schön findet – ein Klassiker, auf den Männer fast nie richtig antworten können)
Er: “Mach Dir nix draus – gibt auch Salat” (er meint’s nicht bös, will mit ihr essen gehen, aber sie kann das nur lesen: “ja, du bist unästhetisch fett”)
Das war’s. Verkorkst.
Aber auch ein gut gemeintes Tuchfühlung-Aufnehmen kann nach hinten losgehen:
Sie: “Was machst Du gerade?” Er: “Bin bei Penny” Sie: “WER IST PENNY?”
Na gut, das war nicht ganz ernst gemeint, zeigt aber, dass man bei short messages schnell das ein oder andere, hier den Supermarkt mit einer weiblichen Konkurrenz verwechseln kann.
Ebenfalls ein furchtbarer Fehler, gerade am Anfang: die Kürzel. “LG” für “liebe Grüße” oder “hdl” für “hab dich lieb” – das kommt maximal routiniert rüber, als hätte man es schon so oft geschrieben, dass man es gar nicht mehr ausschreiben will. Der Empfänger muss zudem denken, er sei es dir nicht WERT, dass du es ausschreibst.
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