Untreue, Gründe

1. Liebe ist monogam – die Gene sind es nicht.

Leider ist die Liebe, die niemand anderen will, auch wenn sie sich anfangs ewig und stark anfühlt, nicht immer wirklich ewig und nicht immer gleich stark. (Die Liebe zu Kindern mal ausgeklammert). Die Gene dagegen, die “Triebe” (Fortpflanzungs-, Selbstbestätigungs-, Abwechslungstrieb) sind weitgehend gleichbleibend in dir und warten nur darauf , “übernehmen” zu können. Wenn man sie lässt.

2. Falsche Erwartungen

Filme, Bücher und Frühstückswerbung mit immer glücklichen Familien schüren falsche Erwartungen. Dass die Verliebtheit, das Lachen, der Magnetismus, der Sexrausch nicht gleichbleibend anhalten, ist kein Indiz dafür, dass etwas mit der Liebe nicht stimmt. Wer das denkt, macht sich anfällig für den neuen Kick.

3. Kein einzelner Mensch kann einem anderen ALLES geben.

Der Partner ist der wichtigste, aber nicht der einzige Mensch auf der Welt. Erwarte weder von ihm noch von Dir, für alles zuständig zu sein. Beinahe alles, was die Seele braucht, kann man sich woanders holen: Wenn Du mit Freunden/innen viel länger und über viel mehr redest als mit deinem Partner, wird diesen das meist nicht verletzen. Wohl aber, wenn es an das Intimste geht, an das, was den Unterschied macht zwischen Freundschaft und Liebesbeziehung. Wenn Du das Bedürfnis hast, Dir DAS woanders zu holen… ist es vorbei.

3. Es wird zu wenig geredet.

Auch in langjährigen Beziehungen kann keiner die Gedanken des anderen lesen. Jeder ist darauf angewiesen, dass der andere sich äußert. Das jedoch fällt umso schwerer, wenn es um Gefühle und erst Recht, wenn es um Sex geht. Statt zu sagen, was einem gefällt und was vielleicht weniger, wovon man fantasiert und was man gerne mal ausprobieren möchte, wird zum “Altbewährten” gegriffen. Und einer, vielleicht auch beide, schieben Frust. Der Reiz, der Magnetismus, die Freude im Bett lässt nach.

Die meisten Affären beginnen aus Sehnsucht nach neuen Reizen und neuer Bestätigung.

4. Es wird “falsch” geredet

Dass Männer und Frauen – Menschen allgemein – sich auch im Normalzustand oft nicht verstehen, aneinander vorbei reden, ist kein Geheimnis. Wieviel schwieriger ist das in emotional aufgewühltem Zustand.

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